Strategische Herausforderungen der BBNE in Niedersachsen

Welche strategischen Herausforderungen stellen sich am Ende der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”, welche Ziele sind für die kommenden Jahre wichtig und wie lassen sich diese gemeinsam erreichen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung “Bildung für

nachhaltige Entwicklung in Niedersachsen. Netzwerke und strategische Herausforderungen“, die vom 22. bis 24. Juni 2015 in der Evangelischen Akademie Loccum stattfand. Dr. Klaus-Dieter Mertineit beteiligte sich an der Veranstaltung mit einer Präsentation in der Arbeitsgruppe Berufsbildung und Wirtschaft. Ausgehend von einer Bilanz der Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) der vergangenen 15 Jahre stellte er sechs Thesen zur BBNE zur Diskussion:

  1. Zwischen Ignoranz und Selbstüberschätzung: BBNE muss politisch gewollt sein.
  2. Teil des Problems oder Teil der Lösung? BBNE muss mehr sein als bloße Qualifizierung.
  3. Vom Projekt zur Struktur: Es gibt schon viele erprobte Konzepte, diese müssen strukturell verankert werden.
  4. BBNE braucht Strategie, Führung und Koordination. Es mangelt nicht an Engagement an der „Basis“; es gilt, diese zu kanalisieren und in geeignete Strukturen prozessorientiert zu führen.
  5. Handlungskontexte schaffen: BBNE ist geeignet, die nachhaltige Entwicklung von Individuen und Gruppen, Institutionen und Regionen zu unterstützen.
  6. BBNE braucht Initiatoren/innen und Multiplikatoren/innen: Benötigt wird ein Regelangebot zur Qualifizierung und Beratung von schulischen & betrieblichen Lehrkräften und Managern.